Behandelt als Insulinom — im Rückblick wahrscheinlich gestreuter Brustkrebs. Was wir heute wissen →
Eine kleine Königin im Körper einer Französischen Bulldogge. Sie hat sich ihren Menschen selbst ausgesucht — und zwölf Jahre lang alles entschieden.
Geliebt. Vermisst. Unvergessen.
Wer sie war
Pebbels war eine reinrassige Französische Bulldogge, schwarz-weiß gezeichnet: ein schwarzer Kopf mit einer weißen Blesse, die mittig über die Nase bis zur Stirn lief, dazu die typischen großen Fledermausohren. Ihre Schnauze war rosa-schwarz gesprenkelt, ihr Körper weiß mit schwarzen Abzeichen.
Sie war Boss. Im Haus, im Garten, in jeder Beziehung. Energie und Willenskraft, gepaart mit Liebe, Fürsorge und Aufmerksamkeit — eine seltene Kombination. Keine dominante Hündin im negativen Sinn, sondern eine liebevolle Königin, die ihre Position nutzte, um zu schützen, nicht um zu drücken.
Ihr Name — Pebbels mit zwei b, wie die Tochter von Wilma und Fred Feuerstein. Eigenwillig, klein, charakterstark. Er passte perfekt.

Wie sie zu ihrer Familie kam
Sie war von niemandem gewollt. Selbst von der eigenen Mutter abgelehnt, lag sie die meiste Zeit im Zwinger in einer Garage. Niemand wollte sie nehmen.
Dann kam der Tag in der Wiese. Patric kniete dort, hatte eigentlich keinen Hund gewollt. Pebbels rannte auf ihn zu und ringelte sich vor ihm. Sie hat ihn gewählt, nicht umgekehrt — so wie sie danach zwölf Jahre lang alles entschieden hat.
Aus dem Garagen-Zwinger wurde eine Königin. Aus dem ungewollten Welpen der zentrale Charakter in einem Familienleben.
„Sie kam, sah und siegte und nahm alles in Beschlag. Eine unfassbare Persönlichkeit."— Patric

Ihre Marotten
Ihr eigenes Geschirr trug die Aufschrift „Satansbraten" — ein offizielles Eingeständnis. Sie war kein Schoßhündchen.
Patric geht 20 Sekunden in die Küche. Zurück am Tisch: Toastbrot weg, kein Krümel. Pebbels schaut betont aus der Balkontür, Bam Bam Rücken an Rücken zum Fenster — beide synchron in andere Richtungen. „Ein Toastbrot? Welches Toastbrot?" Koordinierte Aktion mit perfekter Beweisvernichtung.
Schokolade, Blätterkrokant — was süß war und erreichbar, war in Gefahr. Mehr als einmal endete das beim Notdienst. Sie ließ sich von nichts aus der Ruhe bringen: aufmerksam, neugierig, fresslustig. Immer.
Sobald sie in den Garten ging, verbellte sie ihre imaginären Feinde mit voller Überzeugung. Ihr Revier, ihre Aufgabe, ihre Stimme. Ich-bin-hier-und-das-ist-mein-Platz — Pebbels in Reinform.
Sommer & Sonne
Am liebsten draußen, am liebsten in der Sonne, am liebsten mit ihrem Ball. Pebbels hatte eine warme, südliche Seele — und ihren Lieblingsplatz im eigenen Garten.

Im Garten, im Gras, lang in der Wärme ausgestreckt — ganz in ihrem Element. Sonne tanken konnte sie überall, aber zuhause am liebsten.
Am liebsten draußen, am liebsten mit ihrem Mediterranée-Ball, am liebsten in der Sonne. Und am Ende, wenn sie krank war und auf Patrics Schoß lag — da hörte das Zittern auf. Sein Geruch, seine Wärme, sein Herzschlag direkt unter ihr. Kein Stress. Nur Zuhause.
Ihre Reisen
Südfrankreich, Schweiz, Ludwigswinkel am See — Pebbels war immer dabei.


Galerie
Acht Bilder aus zwölf Jahren — die ganze Sammlung mit allen Fotos und Videos wartet in der Galerie.

Der Abschied
Nach Monaten guter, sorgfältig gesteuerter Pflege — von Patric rund um die Uhr, von Nicole jeden Morgen vor der Arbeit und abends beim Futter — brach das System über Pfingsten 2026 zusammen. Kein Medikament griff mehr. Die Krankheit hatte das letzte Wort — nicht, weil zu wenig getan wurde, sondern weil Insulinom am Ende nicht zu besiegen ist.
Am 25. Mai 2026 wurde sie begleitet erlöst — zuerst tief sediert, ohne Angst, ohne Bewusstsein dessen, was kam. Patric hielt ihre Pfötchen, seine Stimme nah. Die ganze Schwere lag bei ihm, damit sie sie nicht tragen musste.
„Es war ein langer, stressiger Weg mit viel Zeitaufwand, schlaflosen Nächten und Geld, um der kleinen noch einige Monate zu geben. Und es war jeden Cent und jede Minute wert."— Patrics ehrliche Bilanz
Die schweren Stunden

Es war nicht immer schön. Zu einem ehrlichen Andenken gehören auch die Tage, an denen es ihr schlecht ging — wir zeigen das nicht, um wehzutun, sondern weil es die Wahrheit ist. Auch diese Stunden hat sie getragen, und auch in ihnen war sie nie allein.
Die letzten Tage — in Zahlen
Jede Zacke ein Kampf. Über Tage hielt sich ihr Blutzucker fast nur unter dem Normbereich, mit immer tieferen Einbrüchen bis in den Komabereich. Am Pfingstmontag, um 20:04 Uhr, endet die Aufzeichnung.
Aufgezeichnet mit der Pebbels APP — die Linie, die Patric Tag und Nacht bewachte.
Sie war eine Königin. Sie ist gewürdigt worden, bis zum Schluss.
Für andere Halter
Ehrliche Realität statt heroischer Erzählung — die wichtigsten Lehren aus über einem Jahr, kurz zusammengefasst.
Medikamente nach realen CGM-Werten anpassen — nicht pauschal nach Höchstdosis-Schema.
Präventive Zuckergabe verschärft die Unterzuckerung — der klassische Insulinom-Teufelskreis.
Insulinom ist nicht heilbar. Alles, was man tut, kauft Zeit — niemand kauft Heilung.
Ihr Vermächtnis
Eigens für Pebbels gebaut — und hat ihr hervorragend geholfen. Eine kostenlose, quelloffene App zur Blutzucker-Überwachung von Hunden mit Insulinom oder Diabetes, direkt vom Dexcom-Sensor.